Ein Allheilmittel gegen negative Gedanken (Teil 1)

Jeder weiß, wie beschwerlich und kräftezehrend der ganz normale Alltag sein kann. Tageszeitungen und Nachrichtensendungen überhäufen uns mit schrecklichen Meldungen und Bildern, die sich nachhaltig in unser inneres Auge einbrennen. Auch ein Versagen beim Bewältigen unserer alltäglichen Aufgaben kann uns langfristig beschäftigen. Das hat Konsequenzen: Fokussieren wir Schlechtes, wandeln sich unsere positiven Energien in negative Emotionen.

Allheilmittel gegen negative GedankenDas Neurolinguistische Programmieren kann hier ein Allheilmittel sein. Bestimmte Übungen aus dem gewaltigen Methoden-Fundus des NLPs können Ihnen dabei helfen, alltägliche Probleme und negative Gedanken leichter zu verarbeiten. Alles, was Sie dafür benötigen, ist die Fähigkeit Dinge vor Ihrem inneren Auge hervorzurufen. Sollten Sie beim ersten Mal an dieser Übung scheitern, dann ist das völlig normal. Wer erfolgreich Visualisieren will, der sollte diese Fähigkeit so oft wie möglich trainieren.

 Weg mit negativen Bildern

Wer den Begriff „11. September“ hört, der wird in den meisten Fällen augenblicklich die Bilder der brennenden Zwillingstürme vor seinem inneren Auge sehen. Damals beherrschten die unfassbaren Bilder die Medien, wie selten ein Ereignis zuvor. Welchen Einfluss hatte diese permanente Konfrontation auf Sie? Wie fühlten Sie sich an diesem Tag? Oft setzt sich unser Unterbewusstsein mit den schrecklichsten Aspekten solcher Ereignisse intensiv auseinander – und „foltert“ Sie mit einem inneren Film mit den schlimmsten Eindrücken und ruft starke Emotionen hervor.

Erst kürzlich hörte ich jemanden sagen: „Wir leben in einer schlimmen Zeit“. Da ich das überhaupt nicht teilen und verstehen konnte, fragte ich nach und bekam die Antwort: „Na, schau Dir doch tagtäglich die schrecklichen Bilder im Fernsehen und den Zeitungen an!“.

Was die Wenigsten wissen: Wir selbst können bestimmte Facetten unserer inneren Bilder beliebig verändern! Diese Facetten werden im NLP als Submodalitäten bezeichnet. Verändern wir diese Facetten zum Guten, können wir auch unsere damit verbundenen Emotionen beeinflussen, indem wir den Bildern ihre negativen Energien rauben. Versuchen Sie es doch einmal selbst: Schließen Sie die Augen und stellen sich das brennende World-Trade-Center oder ein anderes grausames Bild vor. Spüren Sie die schlechten Gefühle in sich aufsteigen? Lassen Sie diese Gefühle für einen Moment bewusst zu. Visualisieren / Denken Sie sich dann einen kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher, der unten links vor Ihnen steht. Packen Sie das gedachte Bild und schieben es in den Fernseher, bis es auf dem Bildschirm erscheint. Ihr Schreckensbild ist nun klein und farblos. Schieben Sie den Fernseher so weit fort, bis Sie das Bild kaum noch erkennen können. Was fühlen Sie dabei? Machen Sie nun eine kurze Pause und lenken Sie sich eine Weile ab. Wiederholen Sie diese Übung so oft, bis Ihnen das Verschieben des Bildes keine Mühe mehr bereitet – und Sie an das unangenehme Bild denken können, ohne sich schlecht zu fühlen. Dieses Verfahren können Sie natürlich auch auf eigene negative Erlebnisse anwenden.

Jeder Mensch ist verschieden – sollten Sie mit der oben angegebenen Technik nicht zurechtkommen, heißt das nicht, dass das Visualisieren generell nichts für Sie ist. Das NLP bietet ein breites Spektrum an Übungen. So können Sie beispielsweise auch ein negatives Bild vor Ihrem inneren Auge verbrennen und ein neues schönes entstehen lassen. Stellen Sie sich hierzu wie im Vorangegangenen das entsprechende Bild vor. Visualisieren Sie nun ein Streichholz, mit dem Sie die eine Ecke des Bildes anzünden. Betrachten Sie das Bild, während es langsam Feuer fängt und allmählich zu Asche wird. Lassen Sie nun Wind aufkommen, der die Asche davonträgt und Sie von Ihrer schlechten Erfahrung befreit. Öffnen Sie dann die Augen – und fühlen Sie in sich hinein. Führen Sie den Vorgang auch ruhig wieder öfter durch, bis sich ein angenehmerer Gefühlszustand für Sie einstellt.

Ebenfalls weit verbreitet ist die Technik, negative Bilder abzudunkeln. Hierfür sollten Sie ebenfalls die Augen schließen und das Bild samt der schlechten Gefühle, die es hervorruft, vor Ihrem inneren Auge abrufen. Lassen Sie nun das Bild dunkler und immer dunkler werden, wie Sie es auch mit einem Bildbearbeitungsprogramm auf dem PC tun könnten. Diese Übung wiederholen Sie so oft, bis das Bild und mit ihm die negativen Gefühle an Kraft verlieren.

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