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Geld ist nichts anderes als Entscheidungsfreiheit

Können Sie sich noch daran erinnern, wie Sie als Kind Ihre Eltern um einen Wunsch gebeten haben? Sei es Schokolade oder das erste Bravo-Heft. Wissen Sie noch, wie es sich anfühlt, dem Lohn des Vaters oder der Mutter, dem Wohlwollen der Großeltern irgendwie ausgeliefert zu sein? Was haben Sie damals nicht alles getan, um genau diesen Wunsch erfüllt zu bekommen? Und eine Nichterfüllung ließ den Wusch noch wertvoller erscheinen?

Können Sie sich weiter daran erinnern, wie Sie dann das erste, eigene Geld zur Verfügung hatten? Kleine Beträge in Form von Taschengeld oder das erste kleine Gehalt zum Beispiel vom Austragen von Zeitungen? Sie hatten bestimmt das Gefühl, die ganze Welt kaufen zu können. Endlich frei und unhabhängig!

Wer Geld hat, hat Macht

Die Eltern, die Großeltern, der erste Arbeitgeber – sie alle besaßen das, was Sie nicht hatten: Geld. Und somit die Macht, eigene Entscheidungen zu treffen. Und das war der Augenblick, in dem Sie beschlossen – wenn auch unbewusst: „Das will ich ebenso!“ Genau in diesem Moment wird den meisten Menschen zum ersten Mal klar, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Geld und selbstbestimmtem Handeln. Je schwieriger es für Sie war, das erste Geld zu verdienen, umso wertvoller erschien Ihnen der Besitz und umso lohnenswerter die Erfüllung Ihres Wunsches – auch wenn dieser Wunsch in den Augen anderer geradezu lächerlich und unwichtig erschien. Für Sie war er sicherlich kostbar. Und mal ganz ehrlich: Das ist doch der einzige Grund (mehr) Geld besitzen zu wollen – eigene Entscheidungsfreiheit!

Wissen Sie heute noch den Wert des selbst verdienten Geldes zu schätzen?

Oft tauschen Menschen „ihre Freiheit des eigenen Geldes“ gegen Bequemlichkeit ein. Ein Beispiel hierfür ist ein Kredit für Konsumgüter: Bequem ist es, sich schnell etwas leisten zu können, einengend ist es, lange Zeit mit der finanziellen Mehrbelastung leben zu müssen. Der Traum vieler – gerade junger – Menschen! Ein wenig Hollywood und Glamour in der eigenen kleinen Welt. Sich sämtliche Wünsche erfüllen zu lassen, wann immer man möchte. Wer kennt nicht den Traum mit der guten Fee? Wer möchte nicht mal dermaßen verwöhnt werden?

Wenn es auch heutzutage eher für die ältere Generation gilt, ist es ein treffendes Beispiel, dass es in manchen Kreisen als unfein gilt, wenn die Dame des Hauses ihr eigenes Geld verdient oder der Mann weniger bis gar nichts im Vergleich zur Ehefrau. Die Verdiener verstecken sich gerne hinter Phrasen wie „…das hat meine Frau nicht nötig!“ Und geredet wird schon gar nicht über Geld. Viele Ehepartner wissen auch heute nicht, wie viel der andere verdient. Es gilt immer noch der Spruch: „Über Geld spricht man nicht – man hat es! Und wer eben doch darüber spricht, hat wohl keines.“

Der Partner kann so in eine Abhängigkeit geraten und sich verloren fühlen. Kann er doch noch nicht mal eine Tafel Schokolade kaufen oder dem Anderen eine Überraschung bereiten.

Schafen Sie sich Ihre eigene Entscheidungskraft: Eigenes Geld bedeutet Macht – Macht über sich selbst und die eigenen Entscheidungen. Denn wer Geld hat, der kann leichter Entscheidungen treffen! Sind Sie in irgendeiner Form von jemandem finanziell abhängig, dann sind Sie das auch in anderen Bereichen Ihres Lebens. Geben Sie Ihre Unabhängigkeit nicht auf. Behalten Sie Ihr eigenes Konto. Und wenn Sie sich entschließen, dass es nur einen Verdiener gibt, verhandeln Sie eine feste Summe, die monatlich auf Ihr eigenes Konto überwiesen wird. Im Gegensatz zu früher kosten Girokonten heutzutage, wenn Sie die richtige Bank wählen, kein Geld mehr. Möchten Sie sich dann einen Wunsch erfüllen, sind sie nicht in Bitt-Stellung und müssen sich auch nicht rechtfertigen – es ist schließlich Ihr eigenes Geld.

Geld macht glücklich

Geldsorgen belasten und können einem den Schlaf rauben. Nie „etwas übrig“ zu haben, jeden Cent umdrehen zu müssen und über die Ausgaben zu grübeln, schränkt die Lebensqualität ein. Ein solides Polster beruhigt – ist man doch in der Lage, auftretende Krisenzeiten dadurch zu überstehen. „Drum spare bei Zeiten, dann hast du was in der Not!“ sagten uns schon unsere Großeltern. Viele können sich sogar einen Traum von Selbstständigkeit erfüllen, wenn das Polster groß genug ist. Versuchen Sie doch, sich im Laufe der Zeit ein kleines Vermögen anzusparen. So können Sie sich Ihr Glück in einer Krise bewahren und sind außerdem in der Lage, sich Ihre beruflichen Träume zu erfüllen. Sicherlich ist es nicht lebensnotwendig, in ferne Länder zu reisen und dadurch seine Arbeit mit mehr Kreativität zu meistern – aber es kann die eigene Zufriedenheit erhalten. Geben Sie Ihr Geld möglichst nur für Dinge aus, die Sie näher an die Erfüllung Ihrer Ziele bringen oder die Ihnen einfach nur gut tun. Dann erfahren Sie bald: Geld macht sehr wohl glücklich!

Geld macht selbstbewusst

Nicht immer sind es die großen Dinge, die zu Ihrer inneren Zufriedenheit führen. Oft sind es lang ersehnte Schuhe oder der neuste Fernseher, der Sie glücklich machen kann. Die Souveränität, sich nicht mit Kompromissen abgeben zu müssen, wird Sie mit Stolz und Selbstbewusstsein erfüllen. Träumen Sie doch mal von all Ihren Wünschen, spielen Sie durch, was Sie gerne alles hätten – ohne Skrupel! Gehen Sie auf jeden Fall davon aus, dass Sie es schaffen – visualisieren Sie sich Ihre Vorstellungen! Das wird Sie anspornen, sich ein gesundes Geld-Polster aufzubauen. Und das wiederum wird Sie stark, unabhängig und selbstbewusst machen.

Geld ist Motivation

Was kann Geld für Sie tun? Was denken Sie über Menschen, die deutlich mehr Geld haben, als Sie? Sind Sie in der Lage, mit Geld umzugehen? Mit wenig? Mit viel? Wie viel ist viel? Gibt es für Sie ein „ZU“-viel?

Arm und Reich sind von uns individuell empfundene Begriffe. Laut Wikipedia bezeichnet Armut primär den Mangel an lebenswichtigen Gütern, beispielsweise Nahrung, Obdach, Kleidung. Und warum machen uns hohe Managergehälter überhaupt wütend? Es ist doch für uns absolut unrelevant, wie viel ein Vorstand verdient. Wir sind neidisch auf die Vergütungen derer und genau das raubt uns die Energie, uns um uns selbst zu bemühen. Ändern Sie doch mal die Richtung Ihres Blickes: Beobachten Sie die von Ihnen beneideten Menschen, bewundern Sie deren Taten und nehmen Sie sie als Vorbilder. Es wird Sie motivieren und es Ihnen erleichtern, ähnliche Wege zu gehen! Und dann steht Ihrem persönlichen Reichtum nichts mehr im Wege:

Geld ist Freiheit – und nichts Schlechtes!

Ein paar Tipps

  • Führen Sie ein eigenes und / oder separates Konto mit eigenem Geld zur freien Verfügung.
  • Gönnen Sie sich ab und zu überlegten Luxus als Belohnung.
  • Lassen Sie Erspartes für sich arbeiten.
  • Fragen Sie sich: „Möchte ich mein Leben umtauschen?“ Wollen Sie wirklich Ihre Zeit im Büro verbringen, um „mehr“ zu verdienen, genauso wie der Vorstandsvorsitzende oder Ihr Vorgesetzter?
  • Ihre „innere Kritik“ liebt Vergleiche: Verdirbt Ihnen „der neue Kollege im schicken Auto“ die Laune? Dann nutzen Sie eher diese Energie, um zu überlegen, wie auch Sie dahin gelangen, wenn es für Sie so reizvoll ist. Und statt starr vor Neid zu werden, fragen Sie sich realistisch, ob Sie das auch erreichen können. Und wenn ja, was sind Sie bereit, dafür zu tun oder aufzugeben?
  • Fragen Sie sich häufiger: Wofür bin ich dankbar in meinem Leben? Was habe ich, was andere an mir bewundern? Legen Sie eine Liste mit Ihren persönlichen Stärken (und Reichtümern!) an. Bei der nächsten inneren Vergleichsattacke ziehen Sie diese Liste zu Rate.
  • Stärken Sie Ihre Stärken! Es wird immer Menschen geben, die gebildeter, jünger und erfolgreicher sind. Wenn Sie immer auf das sehen, was Sie vermeintlich zu wenig haben, gewinnen Ihre Mängel an Bedeutung. Schaffen Sie sich daher Vorbilder und machen Sie sich einen Plan, der auf Sie und Ihre Situation zugeschnitten ist.