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Eine kleine Einführung in die große NLP-Welt

Wer sich zum ersten Mal mit den Lehren des Neurolinguistischen Programmierens (kurz: NLP) auseinandersetzt, der wird erst einmal von einer ganzen Armee an Fremdwörtern überrollt. Aber: Es ist mehr als lohnenswert, sich mit der Welt des NLPs vertraut zu machen. Nicht umsonst ist NLP mittlerweile in aller Munde. Ob Verkäufer, Manager, Elternteil oder oder oder– für jeden können die Methoden und Techniken eine Eintrittskarte zu einer neuen Ebene im Umgang mit sich und mit dem eigenen Umfeld darstellen. Methoden des NLPs können Probleme des Alltags lösen oder zumindest erleichtern – Sie lernen das eigene Verhalten besser kennen und gewinnen an Souveränität im Umgang mit anderen. Doch Vorsicht: Selbstverständlich kann NLP auch bei psychischen Problemen hilfreich sein, es sollte in solchen Fällen allerdings nur durch erfahrene Psychotherapeuten eingesetzt werden.

 

Programmieren Sie sich selbst!

 Die Art wie wir denken, fühlen und unsere Welt wahrnehmen, wird von einer Vielzahl komplexer in uns ablaufender Programme gesteuert, die meistens vollkommen unbewusst ablaufen. WIE wir etwas wahrnehmen, erscheint uns folglich selbstverständlich und wird im Normalfall nicht weiter analysiert. Ganz im Gegensatz zum Inhalt unserer Wahrnehmungen: WAS genau wir wahrnehmen oder fühlen, analysieren wir auf verbaler Ebene haarklein – und speichern es im Gehirn, also mental ab. Und genau hier greift das NLP. Es beschäftigt sich mit der Kooperation von Körper, Denken (Neuro) und Sprachsystem (Linguistik): Unser Verhalten erlernen wir durch unsere Wahrnehmung und die sprachliche Verarbeitung. Und was einmal erlernt ist, das kann man auch ändern (Programmieren). Ihre Art Konflikte zu lösen, Kunden ein Produkt „schmackhaft“ zu machen oder Ihre Karriereplanung sind also das Produkt Ihrer eigenen Denkprozesse. Wenn Sie Ihnen nicht gefallen, dann legen Sie los: Programmieren Sie sich um und erschaffen Sie sich mit NLP neu! Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein wenig Hintergrundwissen und ein klares Ziel vor Augen. Machen Sie sich also klar, was Ihr aktuelles Problem ist und wie der Zielzustand aussehen soll. Formulieren Sie Ihr Ziel so positiv wie möglich. Verwenden Sie keine Verneinungen!

 

Eine Ausbildung ist zwar durch reines Lesen und Ausprobieren nicht zu ersetzen, damit Ihnen aber der Eintritt in die Welt des NLPs gelingt, ist es nötig, einige „Vokabeln“ zu lernen. Da das NLP seine Wurzeln in der Psychotherapie hat, ist der Wortschatz für Nicht-Psychologen (was die meisten von uns ja sind) auf den ersten Blick unverständlich. So spricht man im NLP davon Verhalten zu „pacen“ – und meint damit nichts anderes, als das eigene Verhalten an das Verhalten des Gegenübers anzupassen. Dafür ist es aber unumgänglich, zunächst das eigene Verhalten zu erforschen und genauestens kennenzulernen. Gleiches gilt für das Verhalten des Gesprächspartners. Diese Grundtechnik des NLPs bildet die Grundlage für Vieles – und kann durch folgende Methoden erfolgreich umgesetzt werden.

 

  • Wahrnehmung: Nach den Lehren des NLPs betrachten Menschen ihre Welt auf verschiedene Arten. Haben Sie mit Hilfe Ihrer konzentrierten Wahrnehmung erkannt, ob Ihr Gegenüber visuell, auditiv oder kinästhetisch orientiert ist, können Sie sich darauf einstellen und effizienter mit dieser Person kommunizieren. Ist Ihr Gesprächspartner visuell orientiert, wird sein Fokus auf allem Sichtbaren liegen, sodass Ihr Zugang zu ihm über Sätze wie „Das sieht gut aus“ oder „Stellen Sie sich das doch einmal bildlich vor“ funktionieren wird. Einen auditiv orientierten Menschen erreichen Sie hingegen, indem Sie sein inneres Gehör ansprechen und Formulierungen wählen wie „Das klingt gut“ oder „Mir geht dieser Satz nicht mehr aus dem Kopf“. Appellieren Sie bei kinästhetisch fokussierten Menschen an Ihr motorisches Empfinden – und achten Sie auf Äußerungen wie „Dafür lege ich meine Hand ins Feuer“ oder „Ich habe ein gutes Gefühl bei der Sache“.
  • Rapport: Dieser Begriff steht im NLP für den Kontakt zwischen zwei Menschen und bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Kommunikation. Wollen Sie einen Rapport herstellen, dann sollten Sie dafür sorgen, mit Ihrem Gegenüber „auf gleicher Wellenlänge“ zu liegen. Das können Sie erreichen, indem Sie die wahrgenommenen körpersprachlichen und sprachlichen Eigenschaften Ihres Gesprächspartners imitieren. Doch Vorsicht: Hierbei geht es nicht darum, den anderen „nachzuäffen“, sondern sich vielmehr respektvoll auf die kommunikative Ebene Ihres Gegenübers einzulassen, da der Rapport sonst Gefahr läuft zu misslingen. Diese Gefahr besteht nicht nur bei einer ersten Kontaktaufnahme zu einem Menschen, sondern ist insbesondere in Konflikten unbewusst Gang und Gebe. Doch auch hier können NLP-Methoden das Problem lösen: Ein Rapport lässt sich über gezieltes Pacen mit nonverbalen und verbalen Änderungen künstlich erzeugen und so das Gespräch erneut auf eine harmonische Ebene bringen. So lässt sich das Gegenüber sanft in die gewünschte Richtung lenken, was im NLP als „Leading“ bekannt ist.
  • Leading: Unter „Leading“ versteht man das Lenken von Menschen in eine bestimmte Richtung. Hierfür ist es zunächst nötig, durch „Pacing“ (dem Einstellen auf die Art eines Menschen) das eigene Verhalten an das Verhalten des Gegenübers anzugleichen – und Mimik, Gestik und Sprachmelodie und Wortwahl zu imitieren. Laut NLP soll es so möglich sein, sich intensiv in die Psyche des Gegenübers einzufühlen und diese besser zu begreifen. Ist das Pacing abgeschlossen, kann das Leading beginnen. Ihr Gegenüber ist mit Ihnen auf der gleichen Wellenlänge und ist eher dazu bereit, auf Ihre Vorschläge einzugehen.
  • Ankern: Ein Anker steht für einen äußeren Reiz, der in Verbindung zu einem schönen Erlebnis oder Gefühl steht. So kann der Duft von frisch gemähtem Gras Auslöser für eine Erinnerung an laue Sommertage aus der Kindheit heraufbeschwören, während eine bestimmte Melodie Sie an den ersten Kuss mit Ihrer großen Liebe denken lässt. Solche Anker sind zum Beispiel auditiv, visuell oder kinästhetisch verfügbar – und können Ihnen helfen, Ihre Ziele zu erreichen. Denken Sie nur einmal an Momente in Ihrem Leben, die für Sie perfekt waren – in denen Ihnen alles gelungen ist, was Sie sich erhofft haben. Wenn es Ihnen gelingt, solche „Moments of Excellence“ jederzeit verfügbar zu machen, können Sie sie als Anker für Problemsituationen nutzen. Wann immer es darauf ankommt, alles zu geben, können Sie sich an diesem Anker festhalten und erleben das Gefühl von Erfolg und Perfektion erneut. Und genau das gibt Ihnen in jedem beliebigem Moment Auftrieb!
  • Reframing: Diese Technik kann Ihnen beispielsweise dabei helfen, störende Eigenschaften anderer Menschen in einen neuen Rahmen zu setzen – und damit die Zusammenarbeit mit anderen zu optimieren. Stellen Sie sich beispielsweise vor, dass Sie Vorgesetzter einer Abteilung sind und sich von dem Verhalten eines Angestellten gestört fühlen, der ständig seine Ellenbogen einsetzt und durch dominantes Verhalten gegenüber anderen negativ auffällt. Suchen Sie in dieser „Schwäche“ Ihres Schützlings nach einer verborgenen Stärke. Ist Ihr Angestellter möglicherweise die ideale Führungsperson und lechzt nach mehr Verantwortung? Dann rügen Sie ihn nicht, sondern geben Sie ihm die Chance sein Können unter Beweis zu stellen, indem Sie einige Ihrer Aufgaben an ihn delegieren. Vielleicht entpuppt sich seine angebliche Schwäche als Stärke und großen Gewinn für das Unternehmen.
  • Ressourcen: Das NLP sieht die positiven Eigenschaften eines Menschen als „Rohstoffe“ beziehungsweise „Ressourcen“ an. Die Talente und Stärken können durch die Methoden und Übungen des NLPs erkannt und optimal genutzt werden. Denn: Vielen Menschen bleiben die eigenen Stärken verborgen. Denn viele Menschen sind durch negative Erfahrungen oder mangelndes Selbstbewusstsein so blockiert, dass sie den Zugang zu den eigenen Talenten verloren haben.

 

Übung macht den Meister

 Das NLP bietet einen gigantischen Fundus an Übungen und Techniken. Damit Sie das ganze Spektrum an Möglichkeiten auskosten können, das das NLP für Sie bereithält, gilt: Üben, üben, üben! Bei den wenigsten funktionieren die Techniken auf Anhieb – auch wenn wir vieles davon schon intuitiv und unbewusst anwenden. Deshalb sollten Sie nach einem ersten erfolglosen Versuch auf keinen Fall aufgeben. Nur wer dauerhaft trainiert und keine Verbesserungen erzielt, sollte die goldene Regel des NLPs berücksichtigen:

Wenn etwas nicht funktioniert, dann probiere etwas anderes.

Ebenfalls sollten Sie klein anfangen – und nicht gleich mit der Beseitigung Ihrer größten Probleme beginnen. Üben Sie Techniken des NLPs an kleinen Schwierigkeiten und Sie werden überrascht sein, wie gewinnbringend es für Sie sein kann. Fangen Sie doch gleich einmal an und versuchen Sie sich an folgenden Übungen:

 

Unsere Augen, der Spiegel des Erinnerns

Denken Sie einmal zurück an Ihre erste Klassenfahrt. Woran erinnern Sie sich als Erstes? Ist es ein Geschmack, ein Duft oder ein ganz bestimmtes Bild? Geben Sie diese Aufgabe auch einmal an Ihre Mitmenschen weiter. Sie werden sehen – jeder erinnert sich auf eine andere Art und Weise. Wie bereits erwähnt, sind Menschen entweder visuell, auditiv oder beispielsweise kinästhetisch orientiert. Diese Orientierung spiegelt sich auch beim Erinnern wieder. Während der eine als Erstes an ein bestimmtes Lied erinnert wird, das ständig von der ganzen Klasse gesungen wurde, wird bei anderen das gemütliche Mehrbettzimmer vor dem inneren Auge erscheinen. Es klingt unglaublich: Wie ein Mensch sich erinnert, lässt sich durchaus an seiner Augenbewegung erkennen. Achten Sie einmal darauf, wohin Ihre Augen wandern, wenn Sie sich an ein Lied erinnern – und beobachten Sie Ihre Mitmenschen. Sie werden an den Augenpositionen Folgendes feststellen können.

 

 

 

 

 

 

  • Oben links – visuell konstruiert (Vk):
    Wir konstruieren uns ein Bild, das real nicht existiert. Wir stellen uns zum Beispiel vor, wie ein grünes Pferd mit rosa Punkten aussehen könnte.
  • Mitte links – auditiv konstruiert (Ak):
    Wir konstruieren Geräusche in unserer Fantasie.
  • Unten links – kinästhetisch (K):
    Wir konzentrieren uns auf unsere Empfindungen. Zum Beispiel stellen wir uns vor, wie es wäre, mit nackten Füßen über eine Wiese zu laufen.
  • Oben rechts – visuell erinnert (Vr):
    Wir denken an etwas, das wir in der Realität gesehen haben.
  • Mitte rechts – auditiv erinnert (Ar):
    Wir erinnern uns an Geräusche, die wir wirklich gehört haben.
  • Unten rechts – innerer Dialog (Di):
    Wir führen einen inneren Dialog mit uns selbst. Oder auch: Die innere Stimme.

 

Um mit diesen Augenbewegungen vertrauter zu werden, können Sie sich mit allen Sinnen an den letzten Urlaub erinnern. Setzen Sie die entsprechenden Augenbewegungen ganz bewusst ein – und erinnern Sie sich beispielsweise an das Zirpen der Grillen, während Ihr Blick mittig links verweilt. Sie werden feststellen, dass Sie mit dieser Technik Ihr Erinnerungsvermögen fördern können.

 

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Trainieren Sie Ihre Fantasie!

Viele Methoden des Neurolinguistischen Programmierens erfordern die Fähigkeit mental bestimmte Bilder, Geräusche oder Gefühle zu erleben, die in der Vergangenheit erlebt wurden oder völlig der Fantasie entspringen. Da Menschen meist „Lieblingssinne“ haben, mit denen sie am leichtesten umgehen können, gilt es, mit Übungen die anderen Sinne zu schärfen.

 

  • Der visuelle Trainer: Schließen Sie Ihre Augen und visualisieren Sie einen Apfel oder ein anderes Obst, das Sie gerne mögen und oft konsumieren. Nun beantworten Sie sich einige Fragen zu den Eigenschaften des Obstes. Welche Farbe hat der Apfel? Wie genau sieht er aus? Sehen Sie den Apfel dreidimensional und realistisch oder als zweidimensionale Zeichnung oder nur als grobe Skizze? Nutzen Sie nun Ihre Fantasie und ändern Sie die Eigenschaften des Apfels. Lassen Sie Ihn immer weiter wachsen, bis er die Größe eines Hauses erreicht hat oder lassen Sie ihn um die eigene Achse rotieren und ihn gleichzeitig durch den mentalen Raum fliegen. Damit sind die Möglichkeiten dieser Übung natürlich noch nicht ausgeschöpft. Lassen Sie Ihrer Vorstellungskraft freien Lauf!
  • Der auditive Trainer: Auch Ihr inneres Gehör können Sie mit ein bisschen Übung besser nutzen. Stellen Sie sich mit geschlossenen Augen einmal den Klang einer Gitarre vor. Wie klingt das Musikinstrument? Wie laut, klar, hoch und angenehm ist der Ton? Aus welcher Richtung kommt er? Nehmen Sie nun diesen Ton wie zuvor den Apfel und verändern Sie ihn nach Herzenslust. Ändern Sie nicht nur Lautstärke und Richtung, sondern fügen Sie dem Geräusch zum Beispiel ein Echo hinzu.
  • Der kinästhetische Trainer: Schulen Sie nun Ihre Empfindungen – und stellen Sie sich vor, dass Sie mit nackten Füßen am Strand entlanggehen. Fühlen Sie den Sand zwischen Ihren Zehen und die Wellen, die Ihre Füße umspülen. Wie fühlt sich dieses mentale Erlebnis an? Ist das Wasser warm oder kalt? Ist der Sand noch heiß von der glühenden Sonne oder ist er kühl? Gefällt Ihnen das Gefühl an Ihren Füßen? Auch diese Übung können Sie nach Belieben variieren.
  • Der Kombi-Trainer: Wenn Sie die einzelnen Sinneskanäle ausgiebig trainiert haben, können Sie einen Schritt weiter gehen. Kombinieren die den visuellen, auditiven und kinästhetischen Kanal – und fügen Sie diese drei Ebenen zu einem imposanten Ganzen zusammen. Stellen Sie sich mit allen Sinnen einen Wald im Frühling vor. Sie stehen auf einer Lichtung und genießen den Duft von frischem Grün, während die Wärme der Sonne Sie wärmt. Hören Sie das Zwitschern der Vögel und das Plätschern eines kleinen Baches. Wandern Sie durch diese mentale Landschaft. Streichen Sie über Baumrinden oder kühlen Sie Ihre Füße im Bach. Lassen Sie sich von Ihrer Fantasie treiben – und genießen Sie mit allen Sinnen.

 

Erfahren Sie mehr über NLP und seine Grundannahmen.