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Willensstärke – Mit Selbstregulierung zum starken Willen

Jeder von uns kennt das Gefühl, einem Berg von Aufgaben gegenüberzustehen.

Gehören Sie zu den Menschen, die die wichtigsten Aufgaben gerne auf die lange Bank schieben, stattdessen vielleicht sogar zu Ersatzhandlungen neigen, also Dinge tun, nur um Ihrer eigentlichen Aufgabe auszuweichen? Wenn ja, dann kennen Sie sicher auch den Stress und die unguten Gefühle, die aus solchem Handeln resultieren. Schluss damit! Auf zu neuen Ufern und einem starken Willen, der Sie endlich Ihr Potenzial ausschöpfen lässt.

Erfolg als Ergebnis Ihrer Leistungsbereitschaft

Jeder erzielte Erfolg ist das Ergebnis Ihres persönlichen Einsatzes. Es handelt sich um das Resultat aus den bewussten Handlungen, die Sie in die Tat umgesetzt haben, um Ihre Ziele zu erreichen.

Sicher haben Sie jetzt Persönlichkeiten im Kopf, die Ihnen als Vorbilder in Fragen des persönlichen Erfolgs dienen. Sie können genauso erfolgreich, wenn nicht sogar erfolgreicher, sein. Ein starker Wille als Erfolgsgarant ist das Produkt aus Selbsterziehung. Er ist also erlernbar

Willenstraining

Das Konzept der Selbstregulierung ermöglicht Ihnen, Ihre Ziele zu verfolgen. Es bedarf einigen Trainings aber die Ergebnisse sind der Mühe wert.

Zunächst müssen Sie sich realistische Ziele setzen – solche, die Ihren Fähigkeiten entsprechen. Der nächste Schritt verlangt von Ihnen, Möglichkeiten aufzuzählen, wie Sie dieses Ziel erreichen können. Erwägen Sie ruhig verschiedene Handlungswege und scheuen Sie sich nicht davor, Unterstützung bei der Überlegung und/oder der Durchführung zu suchen.

Wenn Sie einen realistischen Weg ausgewählt haben, um Ihr Hauptziel zu erreichen, kommt der schwierigste Teil des Prozesses: Sie müssen zur Tat schreiten. Gehen Sie den Weg, der Sie zu Ihrem Ziel führt!

Nehmen wir das Beispiel des Abnehmens: Sie wollen vielleicht 5 Kilo innerhalb der kommenden drei Monate abnehmen, um bei einer Feier ein gutes Bild abzugeben. Nachdem Sie in Erwägung gezogen haben, einfach nur noch die Hälfte zu essen, haben Sie entschieden, dass Sie Ihr Ziel mit Hilfe von mehr Bewegung erreichen wollen. Dazu setzen Sie sich Nahziele. Diese ermöglichen nämlich bereits Erfolgserlebnisse. Zum Beispiel nehmen Sie sich vor, mit dem Joggen zu beginnen. In der ersten Woche wollen Sie zweimal 20 Minuten laufen gehen. Der schwierigste Teil ist überstanden, wenn Sie wirklich Dienstagmorgen früher aufstehen, Ihre Sportsachen anziehen und loslaufen.

Im Verlauf eines solchen Selbstregulierungsprozesses gilt es, die Motivation aufrecht zu erhalten. Visualisieren Sie Ihr Ziel. Belohnen Sie sich angemessen. Beziehen Sie andere mit ein, damit die Ihnen Unterstützung im Motivationsprozess sein können. Wichtig ist im Laufe des Prozesses immer wieder kritisch zu prüfen, ob die Handlungsweise, die Sie gewählt haben, im konkreten Fall wirklich dazu geeignet ist, Ihr Ziel zu erreichen. In unserem Beispiel könnte das bedeuten, dass sie sich jede Woche wiegen, um zu sehen, ob Ihre Methode funktioniert. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie in Erwägung ziehen, alternative Handlungsweisen zum Erreichen Ihres Ziels in die Tat umzusetzen. Dieses Prozedere (Ziel setzen, Handlungsmöglichkeit auswählen und in die Tat umsetzen, überprüfen, motivieren, belohnen/bestrafen, evtl. Handlungsweise modifizieren) ziehen Sie so lange durch, bis Sie Ihr Ziel erreicht haben.

Programmieren Sie sich selbst!

Mit großer Wahrscheinlichkeit folgen Sie jahrelang angeeigneten Verhaltensweisen, Gewohnheiten, Mustern. Wenn Sie allerdings mit Ihren Erfolgen unzufrieden sind, ist es Zeit, alte Muster aufzubrechen und Raum für neue zu machen.

Eine Möglichkeit ist die sogenannte Autosuggestion: Indem Sie ihrem Gehirn positive Botschaften schicken, verinnerlichen Sie diese. Versuchen Sie es einfach mal selbst. Wenn Sie eigentlich antriebslos sind, schreiben Sie sich zum Beispiel den Satz “Ich habe gute Laune und ich bin motiviert, X/Y anzupacken.“ auf ein Blatt Papier. Lesen Sie den Satz über den Tag verteilt immer wieder laut oder leise für sich. Sie werden schnell eine Stimmungsänderung bemerken.

Der sowjetische Physiologe Pawlow entdeckte Anfang des 20. Jahrhunderts durch Zufall die Zusammenhänge der klassischen Konditionierung. Diesem Prinzip folgt auch die Autosuggestion. Das heißt, Sie können Verhalten als Reflexe an Bedingungen koppeln. Nutzen Sie dieses Prinzip. Wenn bisher zum Beispiel Ihr Schreibtisch ein Ort ist, an dem Sie sowohl arbeiten als auch privat im Internet surfen, essen oder Zeitung lesen, sollten Sie das ändern. Trennen Sie Arbeit und Erholung. Sie werden sehen, dass eine solche räumliche Trennung bald dazu führt, dass Sie automatisch am Schreibtisch nur arbeiten und die Zeitung im Sessel nebenan lesen o.ä.

Genauso hilft es, den eigenen Tagesablauf zu strukturieren. Planen Sie genau, wann Sie, wie lange arbeiten und wann Sie sich Zeit für private E-Mails oder dergleichen nehmen. Seien Sie streng zu sich selbst. Es wird sich in allen Lebensbereichen auszahlen. Ihre Zufriedenheit wird automatisch steigen, da sie offensichtliche Erfolge erzielen und diese vor allem als solche wahrnehmen, wenn Sie gezielt auf sie hinarbeiten.

Motivation

Ein Garant für Erfolg und einen dauerhaft starken Willen liefert das Motiv für Ihr Handeln. Arbeiten Sie nur, um Geld zu verdienen oder auch, weil Ihnen Ihr Job Spaß macht, Sie etwas lernen können und sich durch diesen weiterentwickeln? Es ist wichtig, dass Sie die Motivation für Ihr Handeln aus sich selbst beziehen: Sie handeln, weil Sie es wollen! Nur dann werden Sie Höchstleistungen erzielen. Versuchen Sie also jedem Ziel, jeder Tätigkeit etwas abzugewinnen, was für sie persönlich wichtig ist. Gelingt Ihnen das, fällt es Ihnen unendlich leichter Ihre Motivation aufrecht zu erhalten und zu handeln.