Was uns ein Tempel von tausend Spiegeln über unsere Einstellung sagt

Erfolgreiche Menschen erscheinen uns selbstbewusst und selbstsicher. Gerne würden wir uns von diesen Menschen, die ohne vermeintliche Schwierigkeiten die Probleme der Welt meistern, eine Scheibe abschneiden. Aber was machen diese Menschen eigentlich? Wie kommt es, dass sie schon von innen heraus diese Selbstsicherheit und Selbstzufriedenheit ausstrahlen?

Ein kurzes indisches Märchen gibt uns ein Gefühl darüber, was die eigene innere Einstellung – das Kompass-Prinzip – bewirken kann und wie unsere Umwelt diese widerspiegelt:


Was uns ein Tempel von tausend Spiegeln über unsere Einstellung sagtVor vielen tausend Jahren gab es in Indien den Tempel der Tausend Spiegel. Er lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig.

Eines Tages erklomm ein Hund den Berg, stieg die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.

Aber als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er auf einmal tausend von anderen Hunden. Er erschrak und vor lauter Angst knurrte er furchtbar und fletschte die Zähne. Voller Entsetzen taten es ihm die tausend Hunde gleich und knurrten furchtbar zurück und fletschten ebenfalls die Zähne. In seine Angst mischte sich Wut, und er begann laut zu bellen und kläffen. Und voller Panik rannte der Hund letztendlich aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.

Einige Zeit später kam ein anderer Hund in den Tempel. Auch er kam in den Saal mit den tausend Spiegeln, und auch er sah tausend andere Hunde. Doch sein Herz machte einen Freudensprung, denn nun hatte er mitten in der Einsamkeit auch noch Gesellschaft gefunden. Freudig wedelte er mit seinem Schwanz und tausend Hunde wedelten ihm zurück. Darüber freute er sich noch mehr und sah, wie sich auch die anderen noch mehr freuten. So nahm seine Freude ständig zu.

Dieser Hund verließ den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohl gesonnen sind.

So kann derselbe Ort für den einen zur Not, für den anderen zur Freude werden.


Sicher kennen Sie den Spruch „Wie Du mir, so ich Dir!“ oder „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus!“. Wenn wir auf andere Menschen freundlich und herzlich zugehen, werden wir auch Freundlichkeit und Herzlichkeit zurückbekommen. Die Welt erscheint uns freundlicher. Nicht umsonst heißt es, dass ein Lächeln alle Türen öffnet. Und selbst, wenn Ihnen unsympathische Menschen begegnen, lächeln Sie! Die schönste Art, dem „Feind“ die Zähne zu zeigen, ist ein Lächeln! Selbst am Telefon sollten Sie sich angewöhnen zu lächeln – der Tonfall Ihrer Stimme wird sich deutlich zum positiven ändern und Ihr Gesprächspartner wird das spüren.

Gehen wir auf andere missmutig und unfreundlich zu, so wird uns die ganze Welt so erscheinen.

Fazit: Was ein Mensch ausstrahlt, wird ihm tausendfach entgegen kommen.

Und genau dieses Prinzip gilt auch für Ihr Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit. Fragen Sie sich, was Sie verkörpern möchten. Fragen Sie sich, wie Ihnen Ihre Umwelt entgegentreten soll. Und handeln Sie dementsprechend: „Was ich nicht will, dass man mir tu´, dass füg´ ich auch keinem Anderen zu!“

Ein Kommentar

  1. Uli Palachowski schrieb am 6. Februar 2011 um 17:59

    Die kleine Geschichte gefällt mir, ergänzend dazu fällt mir ein, dass jeder das tägliche Lächeln auch mal sich selbst widmen sollte. Eine Frage wie wir mit uns selbst umgehen 😉

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